Monitoring bezeichnet alle systematischen Erfassungen, Messungen oder Beobachtungen von Vorgängen oder Prozessen mithilfe technischer Hilfsmittel oder anderer Beobachtungssysteme. Nachfolgend werden Beispiele aus dem Themenfeld „Monitoring“ gezeigt.
Im Projekt „Wiedervernässung des Schopflocher Moores“ wurden seit 2000 ehemalige Entwässerungsgräben mit Spundwänden verschlossen, um den Wasserstand zu stabilisieren. Das Moor entwässert über Dolinen am Randbereich zur Lauter und damit in den Neckar. Zur Dokumentation des Erfolgs der Maßnahmen und des Wasserhaushalts wurden im nördlichen Teil des Moores Pegel installiert. Das Monitoring dieser Pegel wird seit 2024 durch mich betreut.
Der Gemeinschaftsbericht liefert Auswertungen zum Erhaltungszustand von Lebensraumtypen und Arten in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie nach den biogeografischen Regionen Europas. Im Rahmen der Berichtserstellung bearbeite ich 2023/24 sowie 2026/27 Baden-Württemberg speziell hinsichtlich der Haselmaus.
Gemeinsam mit langjährigen Ornithologen bearbeite ich im Zuge des Landesmonitoring ein Los in Baden-Württemberg. In den Jahren 2020 - 2024 erheben wir in repräsentativen Flächenstichproben die Brutvorkommen der als windkraftempfindlich geltenden, philopatrischen Großvogelarten Schwarzmilan (Milvus migrans) und Rotmilan (Milvus milvus) sowie des Wespenbussards (Pernis apivorus) in Baden-Württemberg.
Gemeinsam mit langjährigen Ornithologen bearbeite ich im Zuge des Bundesmonitoring der häufigen Brutvögel ein Los in Baden-Württemberg. Mit dem MhB steht mittlerweile eine lange Datenreihe zur Bestandsentwicklung der häufigen Brutvögel zur Verfügung, die auch in die europaweiten Indikatoren eingeht, die durch das European Birds Census Council (EBCC) erarbeitet und inzwischen auch teilweise von der EU-Kommission für deren Nachhaltigkeitsstrategie übernommen wurden.
Im Zuge des diesjährigen Bieterverfahrens erhielte ich den Zuschlag für eines von drei Losen, des Landesweiten Stichproben-Monitorings der Gelbbauchunke in Baden-Württemberg. Ziel des Monitoringprojektes ist es, das bundesweit etablierte FFH-Stichproben-Monitoring nun für ausgesuchte Arten auf Landesebene zu kontinuieren. Erfasst wird in den Jahren 2019 und 2020 auf insgesamt 17 Stichprobenflächen.
Laut BfN wird etwa die Hälfte der Fläche Deutschlands landwirtschaftlich genutzt, wodurch die Landwirtschaft erheblichen Einfluss auf die Biodiversität hat. Der dramatische Artenrückgang ist unter anderem auf die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft seit Mitte des 20. Jahrhunderts zurückzuführen. Um die Biodiversität in der Agrarlandschaft zu erhalten, ist es wichtig, Flächen mit hohem Naturwert zu sichern und ihre Entwicklung über die Zeit zu beobachten. Dazu entwickelte das BfN in Abstimmung mit den Bundesländern ein Erhebungskonzept, das die wertgebenden Offenlandstrukturen definiert – etwa Grünland, Reb- und Ackerland sowie strukturierende Landschaftselemente wie Hecken, Gräben oder Bachläufe. Kennarten dienen als Indikatoren für Mindestvielfalt und extensive Nutzung.
Link: https://www.bfn.de/themen/monitoring/monitoring-von-landwirtschaftsflaechen-mit-hohem-naturwert.html
Gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Dieterich vom ILN Südwest und Mitarbeitern fanden Untersuchungen zur Amphibienfauna in Baden-Württemberg im Rahmen des FFH-Bundesstichprobenmonitoring statt.
Baden-Württemberg verfolgt eine nachhaltige und umweltverträgliche Energiepolitik mit Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergie. Vor diesem Hintergrund führte die LUBW 2019 eine Kartierung der Brutvorkommen windkraftempfindlicher Großvogelarten – Schwarzmilan (Milvus migrans) und Rotmilan (Milvus milvus) – in Baden-Württemberg durch.
Im Rahmen des Bieterverfahrens erhielten wir den Zuschlag für zwei Lose mit insgesamt 32 Stichprobenflächen. Als Hauptvertragsnehmer kartiere ich zusammen mit der FGOU und weiteren Ornithologen auf 800 km² die Brutvorkommen von Rot- und Schwarzmilan.
Mit der im Frühjahr 2017 ehrenamtlich für den NABU Kreisverband Esslingen durchgeführten Kartierung, konnten sechs Biberreviere ermittelt werden. Weitere Infos erhalten Sie unter Biber im Landkreis Esslingen.